30 Jahre AK Asyl – Party – Flohmarkt – Veranstaltungen – Action

08/05/2013 19:56 0 Kommentar
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30 Jahre AK Asyl - Party - Flohmarkt - Veranstaltungen - Action
15. Mai: VA mit Dejam Markovic´: „Über die Lage vieler Roma in Südosteuropa 
und die Rolle Deutschlands in der EU-Roma-Politik“, Apex, 20 Uhr

18. Mai: Göttinger Aktionstag gegen die Innenministerkonferenz, 
Jakobikirchhof, Göttingen

22. Mai: Demonstration gegen die Innenministerkonferenz in Hannover, 
gemeinsame Abfahrt 16:09 ab GÖ Hbf. Treffpunkt um 15:45 am Hbf GÖ

28. Mai, VA mit Sebastian Friedrich zu 
„Antimuslimischer Rassismus“, 21:30 Uhr, Juzi

31. Mai, Fishbowl-Sofalounge zu „30 Jahre antirassistische Bewegung 
in Göttingen“ in der Alten Fechthalle, Geiststr. 6

30 Jahre AK Asyl - Party - Flohmarkt - Veranstaltungen - Action
30 Jahre AK Asyl: das waren nicht nur 30 Jahre Kämpfe für 
Flüchtlingsrechte, sondern auch immer Unterstützung von kämpfenden 
Flüchtlingen. Gegen Rassismus ging für uns immer in Widersprüchen: mit 
und ohne Flüchtlinge, denn: Antirassismus ist nicht nur Unterstützung, 
sondern auch Eigeninteresse. Eigeninteresse an einer Welt ohne 
Rassismus, ohne Abschiebungen, Sondergesetze, Ausgrenzung und 
rassistische Gewalt. Bis heute.
Und 30 Jahre AK Asyl ging nie ohne Euch! Deshalb: kommt vorbei, feiert mit, 
bringt Eure Erfahrungen ein.
Euer AK Asyl
Programm:
15. Mai:
 VA mit Dejam Markovic´: „Über die Lage vieler Roma in Südosteuropa und 
die Rolle Deutschlands in der EU-Roma-Politik“, Apex, 20 Uhr: Die Medien
 wissen es längst und im Allltagswissen ist es auch längst angekommen: 
Roma aus Serbien und Mazedonien sind Wirtschaftsflüchtlinge. 
Menschenrechtsaktivist_innen aber zeichnen ein anderes Bild: andauernde 
und systematische Diskriminierung bestimmen ihre Erfahrungen. Der AK 
Asyl hat deshalb Dejan Markovic´ aus Belgrad eingeladen. Markovic´ war 
von 2008 – '09 Beauftragter der serbischen Regierung für 
Minderheitenangelegenheiten und 2011 Sekretär des Europäischen 
Roma-Jugendforums für die Region Balkan. Heute ist er Projektkoordinator
 im Belgrader Roma Center für musische Bildung. Er unterstützt 
alltäglich auch aus Deutschland abgeschobene Jugendliche. In der Praxis 
geschult kennt sich Markovic´ auch in der Rolle Deutschlands in Brüssel 
hinsichtlich der Rechte der Roma aus. Insbesondere über dieses Thema 
wollen wir an diesem Abend mit Dejan Markovic´sprechen.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Göttinger Bündnis 
Bleiberecht für Roma und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
18. Mai:
 Jakobikirchhof, Die rassistischen Pogrome und Anschläge von 
Rostock­Lichtenhagen, Mannheim­Schönau, Hoyerswerda, Mölln und vielen 
anderen Städten vor etwa 20 Jahren, nahm die damalige CDU/FDP 
Bundesregierung sowie die SPD, die in der Opposition war, zum Anlass, 
1993 das Recht auf Asyl faktisch abzuschaffen. Sie wollten den „Zustrom 
von Ausländern stoppen“, um den vermeintlichen Frieden in der BRD 
wiederherzustellen.
Wir wollen diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, um mit Euch zusammen am 18. Mai 
gegen Rassismus auf die Straße zu gehen.
Zusammen
 kämpfen ­ gegen Rassismus und für ein freies und selbstbestimmtes 
Leben! Organisiert von verschiedenen antirassistischen Gruppen und 
Einzelpersonen
22. Mai:
 Demonstration gegen die Innenministerkonferenz in Hannover, 
gemeinsame Abfahrt 16:09 ab GÖ Hbf. Treffpunkt um 15:45 am Hbf GÖ: 
Auch dieses Jahr mobilisieren die Jugendlichen ohne Grenzen (JOG) gegen 
die Innenministerkonferenz. Da diese aktuell in Hannover statt finden wird, 
laden wir euch alle ein, mit uns zusammen nach Hannover zu fahren. JOG 
steht für den kontinuierlichen Kampf ums Bleiberecht.Und die aktuellen 
Abschiebungen und Abschiebeversuche insbesondere gegen hier 
aufgewachsenen Flüchtlingskindern sind Grund genug, den Innenministern 
den Marsch zu blasen. Die Jugendlichen ohne Grenzen bringen es auf den 
Punkt, wenn sie sagen: „Dulden heißt beleidigen!“ Bleiberecht für Alle! 
Jetzt sofort!
http://konferenz.jogspace.net/2013/04/02/11-jog-konferenz-in-hanover-von-21-bis-24-mai-2013/
28. Mai,
 VA mit Sebastian Friedrich zu „Antimuslimischer Rassismus“, 20 Uhr, 
Juzi: Nicht erst seit dem 11. September 2001 ist antimuslimischer 
Rassismus in deutschen Medien virulent. Bereits vorher wurde medial ein 
Negativbild über "den Islam" gezeichnet - häufig vor dem Hintergrund der
 Idee vom "Clash of Civilization". In Folge der Anschläge vom 11. 
September 2001 nahm quantitativ die negative Berichterstattung über 
Muslim_innen in Deutschland stark zu. Dabei wurde der Islamdiskurs in 
den letzten Jahren insbesondere mit Themen wie innere Sicherheit, 
Unterdrückung bspw. von Frauen, "Integration" und soziale Ungleichheit 
verknüpft. Diese Verschränkungen haben häufig antimuslimische Effekte. 
Sebastian Friedrich (Berlin/Duisburg-Essen) ist Redakteur bei 
kritisch-lesen.de, aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer 
Polizeigewalt Berlin (KOP) und Herausgeber und Autor des 2011 
erschienenen Sammelbandes "Rassismus in der Leistungsgesellschaft" 
(edition assemblage, Münster).
In Kooperation mit der Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) Göttingen
31. Mai,
 Fishbowl-Sofalounge zu „30 Jahre antirassistische Bewegung in 
Göttingen“ in der Alten Fechthalle, Geiststr. 6: Im Jahr 1981 
organisierten sich Flüchtlinge im damaligen Hotel Astoria. Ihr Kampf war
 Anstoss für eine breite Mobilisierung und letztendlich für die 
Entstehung des AK Asyls 1982.  In den jahren bis heute hat der AK, wie 
so viele Gruppen und Organisationen durch die Bewegungszyklen hindurch 
einiges durch gemacht: Spaltungen und Abgrenzungen, powervolle Aktionen 
und erfolgreiche Kampagnen und Mobilisierungen ebenso wie 
niederschmetternde Niederlagen und Rückschläge. Zwischen der Wut über 
die Abschaffung des GG § 16 1992 und der Freude über die 
Wieder-Abschaffung der Gutscheine schlug das emotionale Pendel der 
Bewegung hin und her. Die alltägliche Drohung mit Abschiebung und die 
andauernde Angst beim Gang zur Ausländerbehörde waren ständiger 
Begleiter. 
Welche gravierenden Veränderungen gab es in all den 
Jahren, welche Fehlentwicklungen und Erfolgsgeschichten? Vor welchen 
Herausforderungen stehen wir und was gilt es zu lernen und zu erkämpfen?
 Diese und andere Fragen wollen wir uns und euch am Freitag, den 31. Mai
 in der Alten Fechthalle stellen. Eingeladen sind junge und ältere 
AktivistInnen mit und ohne Pass. Ein kleiner Begrüßungssekt, ein paar 
Häppchen und kurze Video- inputs werden für die notwendige Lust auf die 
Debatte sorgen.

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