Das Konzept der «sicheren Herkunftsstaaten» in der Kritik

13/02/2017 22:26 0 Kommentar

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«Von wegen sicher»

Das Konzept der «sicheren Herkunftsstaaten» in der Kritik

Seit Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu «sicheren Herkunftsstaaten» erklärt haben, werden AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter Klasse behandelt. Ihre Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und Beschäftigungsverbot. Die Zahl der Abschiebungen ist rasant angestiegen. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für mehrere Tausend Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem als «Geduldete» in Deutschland leben. Auch ihnen droht die Abschiebung in eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

An diesem Abend möchten wir uns mit Auswirkungen und Hintergründen des Konzeptes der «sicheren Herkunftsstaaten» in den Balkanländern und Deutschland befassen und gemeinsam diskutieren, wie eine Asylpolitik aussehen müsste, die den Menschenrechten verpflichtet ist.

Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina) wird über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa, insbesondere Serbien, sowie über die schwerwiegenden Folgen dieser Asylrechtsänderung berichten.

Kenan Emini (Vorsitzender des Roma-Center Göttingen.) Der Verein organisiert unter anderem die Initiative „Alle bleiben“. Kenan Emini wird zur Situation der in Deutschland lebenden Roma berichten.

Sigmar Walbrecht (Flüchtlingsrat Niedersachsen) wird das Konzept der “Sicheren Herkunftsstaaten” politisch einordnen.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, dem Flüchtlingsrat Niedersachsen, dem ver.di-Bildungswerk Hannover, Arbeit und Leben Nds.-Mitte und dem ver.di Bezirk Hannover/Leine-Weser.

Die Veranstaltung findet in der Bündnisreihe “Fluchtursachen erkennen. Verantwortliche benennen” statt.


Diskussion / Vortrag
Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina), Kenan Emini (Vorsitzender des Roma-Center Göttingen) und Sigmar Walbrecht (Flüchtlingsrat Niedersachsen)
Dienstag, 14.02.2017 | 19:00 Uhr

Verdi-Höfe, Hannover
Goseriede 10
30159 Hannover


Diskussion / Vortrag
Mit Mit Tamara Baković-Jadžić, Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina und Kenan Emini, Initiative alle bleiben
Donnerstag, 16.02.2017 | 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., Hamburg
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg


Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina); Zumreta Sejdovic (Roma-Aktivistin aus Hamburg) und Andrea Dallek (Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein)
Freitag, 17.02.2017 | 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr

“Pumpe”, Kiel
Haßstr. 22
24103 Kiel


Diskussion / Vortrag
Mit Tamara Bakovic-Jadžic (Belgrad)
Montag, 20.02.2017 | 20:00 Uhr

Offene Arbeit, Hinterhaus, Erfurt
Allerheiligen Str. 9
99084 Erfurt


Diskussion / Vortrag
Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina) und Kenan Emini (Roma Center Göttingen e.V. und Kampagne zum Bleiberecht “alle bleiben!”)
Dienstag, 21.02.2017 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

freiLand, Cafe (Haus 2), Potsdam
Friedrich-Engels-Straße 22
14473 Potsdam


Diskussion / Vortrag
Mit Tamara Baković-Jadžić, Christian Jakob, Moderation: Mara Puskarević
Mittwoch, 22.02.2017 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

tazcafé, Berlin
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin

2017-02-08 13_09_09-Karte_SpeakersTour.pdf - PDF Studio Pro

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