Nach 21 Jahren in Deutschland – Göttinger in Abschiebehaft

28/07/2012 18:02 0 Kommentar

Kundgebung gegen Abschiebung und Abschiebeknäste | Montag, 06.08.2012 | 14.oo Uhr | vor dem Neuen Rathaus (Hiroshimaplatz, Gö)

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Am Mittwoch, den 01. August wurde ein 21-jähriger junger Mann, der seit seinem 4. Lebensmonat in Deutschland lebt, bei einem Termin zur Verlängerung seiner Duldung in der Ausländerbehörde verhaftet und zur Abschiebung nach Hannover gebracht.

Er sollte noch am nächsten Tag nach Pristina (Kosovo) abgeschoben werden, doch gelang es dem Anwalt dies unter Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand des jungen Mannes abzuwenden. Nach dem gestrigen Haftprüfungstermin sieht es so aus, dass der Göttinger bis zum 7. August in Hannover-Langenhagen in Abschiebehaft bleiben soll. Danach soll die geplante Abschiebung ins Kosovo vollzogen werden. Der Anwalt des Betroffenen will gegen diese Entscheidung gerichtlich vorgehen.

Der 21-jährige gehört zu den Roma und Romni, die aufgrund von Krieg und rassistischer Verfolgung im ehemaligen Jugoslawien in verschiedene europäische Länder geflüchtet waren. Seit dem sogenannten Rückübernahmeabkommen zwischen Deutschland und Kosovo wurden und werden von den deutschen Behörden immer wieder Angehörige der Roma-Minderheit in die elenden und menschenunwürdigen Lebensbedingungen ins Kosovo abgeschoben. Diese Widerlichkeit muss endlich aufhören!

Deswegen fordern wir:

  • die sofortige Freilassung des Göttingers aus der Abschiebehaft
  • einen Stopp aller Abschiebungen
  • die Schließung aller (Abschiebe-)Knäste
  • Papiere für alle!

Und deswegen rufen wir für Montag, den 06.08.2012, um 14.oo Uhr zu einer Kundgebung vor dem Neuen Rathaus in Göttingen auf.

Rassismus bekämpfen – in den Köpfen und auf der Straße!

 

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