Roma Thüringen „Für einen sofortigen Abschiebestopp! Bleiberecht für Alle!“

21/01/2014 13:25 0 Kommentar

Abschiebestopp Flyer

Am Samstag Erfurt.25.01.2014 wird es ab 13 Uhr eine Demo von Aktiven der Gruppe
Roma Thüringen (und Supporter_innen) geben.

Start ist 13 Uhr am Hauptbahnhof.Erfurt

Das Motto lautet:
„Für einen sofortigen Abschiebestopp! Bleiberecht für Alle!“

Aufruf:
Hallo an alle Freunde und Unterstützer,
danke, dass Ihr mit uns zusammen seid! Wir sind Roma aus Balkanstaaten,
aus Mazedonien, Serbien und dem Kosovo. Überall auf der ganzen Welt werden
wir ausgegrenzt und diskriminiert. In der ganzen Welt haben wir nicht die
selben Rechte, wie alle anderen Menschen.
In jeder Stadt – egal wo – werden wir nicht integriert. Und die gleiche
Situation erleben wir hier in Deutschland. Aber wir sind auch Menschen,
wie alle anderen Menschen auf dieser Welt. Wir fordern, dass wir in
Deutschland bleiben können.
Abschiebe – Stopp!
Bleiberecht für Alle!”

ZDRAVO NASITE PRIJATELI I GRAGANI STO STE SO NAS ZAEDNO, NIJESME ROMI OT
BALKANSKITE ZEMJI MAKEDONIJA, SRIBIJA, KOSOVA NA CELIJOT SVET SME
IZBRIKANI I NAVREDENI. NA CELIJOT SVET NEMAME PRAVO KAKO SEKOJ GRAGANIN NA
SEKOJA DRZAVA BILO KADE DA SME. NE SME DOBRO DOJDENI, ISTOTO NI SE SLUCUVA
I SEGA VO GERMANIJA, I NIJE SME LUGE KAKO SITE DRUGI LUGE VO OVOJ SVET, I
NIJE SI BARAME PRESTOJ VO GERMANIJA, VE MOLIME DEPORTACIJA (STOP) SAKAME
REJALNO SEDENJE.

Nach der Demonstration ist eine kleine Roma Party mit Essen und Musik in
den Räumen von Radio F.R.E.I., Gotthardtstr. 21, Erfurt geplant.

Kontakt: facebook.com/roma.thuringen

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Am Abend des 15.01.2014 wurde gegen 22.30 Uhr eine dreiköpfige Familie aus der Flüchtlingsunterkunft in Rockensußra nach Makedonien abgeschoben. NachbarInnen berichteten, dass die Leitung der Ausländerbehörde in Begleitung von drei Polizeibeamten erschien und die betroffene Familie aufforderte, binnen weniger Minuten ihre Sachen für die Abschiebung zu packen. Weitere BewohnerInnen des Hauses berichteten, dass sich die Familie am Morgen des 16.1.2014 bereits an einem Flughafen befand und kurz darauf per Flieger in Richtung Skopje abgeschoben werden sollte.

Weitere Roma-Familien aus Rockensußra sind unmittelbar von der Abschiebung bedroht. Unter ihnen sind auch Menschen die bereits einmal abgeschoben wurden und dabei die Erfahrung gemacht haben, dass sie bis kurz hinter die Landesgrenze ihres Herkunftsstaats gebracht wurden, von wo aus sie auf eigene Faust und eigene Kosten den Weg in ihren Herkunftsort zurücklegen mussten.

Der sogenannte „Winterabschiebestopp“ lief bis zum 15.01.2014. Das Landratsamt Sondershausen konnte es offensichtlich kaum abwarten, geflüchtete Roma in die strukturelle Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und den Winter auf dem Balkan abzuschieben.

Weiter berichteten BewohnerInnen der Unterkunft in Rockensußra, dass sie im Kyffhäuserkreis auf verschiedene Weise mit Rassismus konfrontiert sind. So kam es bereits mehrfach vor, dass der Bus nach Sondershausen an der Haltestelle im Dorf nicht anhielt, wenn dort offenkundig nur Flüchtlinge warteten. Ebenso sei es in Sondershausen auf der Straße und in Verkehrsmitteln bereits zu rassistischen Beschimpfungen gekommen.

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