Abgeschobene Roma im Kosovo Journalistische, juristische und medizinische Recherchen

21/12/2014 21:40 2 Kommentare

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Abgeschobene Roma im Kosovo
Journalistische, juristische und medizinische Recherchen 2014.

Seit dem R√ľck√ľbernahmeabkommen mit dem kosovarischen Staat von 2010 werden aus der Bundesrepublik Deutschland kontinuierlich Roma dorthin abgeschoben. Eine politische Entscheidung, die mit den realen Verh√§ltnissen vor Ort nichts zu tun hat. Dies haben wir bereits in Serbien (siehe ebenfalls 2014: ABGESCHOBENE ROMA IN SERBIEN. Journalistische, juristische und medizinische Recherchen) erfahren k√∂nnen: Im Sommer 2013 treffen wir dort auf bittere Armut, auf Menschen, die Kleidung und Papier in M√ľllcontainern suchen, um diese wieder zu verkaufen. Sie sammeln weggeworfenes Essen, ganze Familien leben davon. √úberall drohen Anfeindungen und Angriffe. Nichtsdestotrotz wurde Serbien am 6. November 2014 von der Bundesrepublik zum ¬Ľsicheren Herkunftsland¬ę deklariert.
Im Kosovo treffen wir Menschen, die √ľberhaupt nichts haben. Die hungern und nur z√∂gernd davon erz√§hlen, weil sie sich daf√ľr sch√§men oder es f√ľr selbstverst√§ndlich halten. Deren Leben hier zu Ende gegangen zu sein scheint, deren Pl√§ne und Tr√§ume j√§h zerschlagen wurden ‚Äď weil sie aus Deutschland abgeschoben worden sind.
Viele k√∂nnen an nichts mehr ankn√ľpfen, weil der Krieg 1998/1999 sie nicht nur vertrieben, sondern vieles zerst√∂rt und alles ver√§ndert hat. Von den Milliarden, die nach dem Krieg in dieses winzige St√ľck Staat geflossen sind, haben die Menschen, auf die wir treffen, nicht profitiert.
Die Zuordnung zu einer Gruppe oder Minderheit trennt bis heute. In der geteilten Stadt Mitrovica kommt es zwischen
SerbInnen und AlbanerInnen immer wieder zu Auseinandersetzungen. Roma sind im ganzen Land Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt.
Fotos und Berichte auf 112 Seiten Bestellungen bitte √ľber admin@alle-bleiben.info/ doku@koop-bremen.de

2 Comments

  • Mirko G√∂ddertz

    Kann es einen Zusammenhang zwischen der Armut und der Unf√§higkeit bzw. dem Unwillen zur Integration der Roma-Familien geben? Die Unverfrorenheit mit der die Unterst√ľtzer aus arbeits- und leistungsunwilligen Sozialschmarotzern Opfer macht, geht mir so langsam auf die Nerven. Es gibt keine Kultur in Europa, in der Roma nicht diskriminiert werden. Wohnungseinbr√ľche und organisierte Kriminalit√§t werden in keinem europ√§ischem Land akzeptiert. In den L√§ndern des Balkans zeigt man es etwas konsequenter.

    • Eine Migration dieser Menschen aus der erw√§hnten Region, ferner ehemaligen Jugoslawien seit 90er Jahren w√§re erst nicht geschehen, wenn Du bzw. in erster Linie deine damalig demokratisch gew√§hlte Regierung sich aus dem Konflikt rausgehalten h√§tte. Schlie√ülich wollen die Deutschen nun in eigenem Land auch eigener Herr sein. Andernfalls h√§ttet Ihr schon l√§ngst die Zustimmung erteilt, dass die T√ľrkei in die EU darf? “Religionsm√§√üig” betrachtet sind die Kosovo Albaner, die seitens der Deutschen mehr als nur unterst√ľtzt wurden/werden, ja nichts anderes als die seit Jahren schikanierte T√ľrken hierzulande! Wenn man sich f√ľr die Albaner so stark gemacht hat, neben bestehenden einen zweiten Staat zu gr√ľnden, dann w√§re doch die logische Konsequenz, den T√ľrken sowas wie ne Republik zu schenken? Vielleicht NRW? Nach 19 Jahren hat man die Hand √ľber die zerst√∂rten Staaten, als Investor Nr. 1. Nat√ľrlich, man tut was Gutes, nicht wahr? Wie w√§re es, wenn die Politik, Investoren sich um eigenen Schei√ü k√ľmmern und die Unzufriedenheit, die du zeigst, angehen, bspw. nicht in die Fremde investieren und abkassieren sondern gutes in eigenen vier W√§nden bewirken und Arbeitslosigkeit senken, L√∂hne steigern, soziales Gleichgewicht herstellen somit f√ľr Nachwuchs sorgen und die Nase nicht √ľberall stecken = viel weniger Migration. Roma oder Zigeuner haben nach dem Konflikt keine Heimat, zumal dort ein Rassenstatt gegr√ľndet worden ist, dank in erster Linie Dir und der Regierung die du gew√§hlt hast. Das ist die Konsequenz

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