Köln:26.10.2016: „Sichere Herkunftstaaten“ und Widerstand gegen Abschiebung von Roma

20/10/2016 13:26 0 Kommentar

Staatliche Ausgrenzung und struktureller Rassismus lassen sich am Beispiel von Roma-Gruppen in nahezu allen europäischen Ländern nachvollziehen. So werden in Deutschland seit 2014 immer mehr südosteuropäische Länder zu „Sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt, zuletzt im Jahr 2015 Albanien, Montenegro und der Kosovo. Das ermöglicht bei der Einreise eine Vor-Selektion und Massenabschiebungen von in Deutschland schutzsuchenden Roma.

Sie fliehen aus diesen Ländern, weil ihr Leben dort von Marginalisierung und Ghettoisierung, Schutzlosigkeit, Behördenwillkür, rassistischen Übergriffen und extremer Armut geprägt ist.„Gadje“ – Rassismus ist allgegenwärtig.In den Räumen des Rom e.V., Venloer Wall 17, 50672 Köln Mittwoch, 26.10. 2016, ab 19 Uhr

ab F

Mit dem Film „The Awakening/ Das Erwachen“ von Kenan Emini

und einer Dokumentation von Allegra Schneider wird die Lage von abgeschobenen Roma geschildert. Weitere Themen der Veranstaltung sind die aktuelle Situation in Deutschland, Selbstorganisierung und Widerstandsstrategien.

Außerdem: Livemusik von Rollin’ Hopp. Die Hip-Hop Crew aus Essen musste fünf Jahre auf die Rückkehr eines abgeschobenen Gründungsmitglieds warten.

Moderation: Hasiba Dzjemajlji

Veranstalter*in: Kölner Tribunal-Forum aus bundesweitem Bündnis „NSU-Komplex auflösen“ *

* Das bundesweite Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“ wird vom 17.-21. Mai 2017 ein Tribunal veranstalten, das den strukturellen Rassismus in Deutschland diskutieren und gesellschaftlich anklagen wird. Dieser Abend ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen im Vorfeld des Tribunals.

Mehr Infos unter: www.nsu-tribunal.de


Venloer Wall 17, 50672 Köln
Mittwoch, 26.10. 2016, ab 19 Uhr

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