Ohne Netz und doppelten Boden: Abgeschobene Roma in Mazedonien Band 3 der Recherchen zur Situation von Roma in Südosteuropa soeben erschienen.

15/10/2015 01:32 0 Kommentar

2015. Im März ist eine internationale Recherchegruppe aus deutschen und französischen AnwältInnen, JournalistInnen, AktivistInnen und einer Ärztin in Mazedonien, um vor Ort zur Situation der Roma zu recherchieren. Ein halbes Jahr zuvor war Mazedonien von Bundestag und Bundesrat als »sicherer« Herkunftsstaat deklariert worden. Eine Entscheidung, die mit der Situation vor Ort nichts zu tun hat und eher etwas über die bestehende Haltung in Deutschland aussagt.
In den Roma-Vierteln treffen wir viele, die zwar gerne mit uns sprechen, aber keine Interviews geben möchten – so sehr stehen sie unter Druck. Wir sprechen mit Menschenrechts- ExpertInnen und Nicht-Regierungsorganisationen über rassistische Angriffe die nicht verfolgt werden, da häufig die Opfer und nicht die Täter Schwierigkeiten bekommen.
Wir besuchen die deutsche Botschaft in Skopje, Flüchtlingsunterkünfte, Grenzen und den Flughafen.
Nach einer Veröffentlichung zur Situation von abgeschobenen Roma in Serbien (März 2014) und im Kosovo (November 2014) finden sich in dieser Ausgabe Materialien zur Situation in Mazedonien, aber auch in Deutschland geführte Interviews sowie Berichte von hier stattfindenden Protesten gegen Abschiebungen.

Abgeschobene Roma in Mazedonien
Jurististische, journalistische und medizinische Recherchen
Paperback, 126 Seiten, 84 Fotos, ISBN 978-3-00-050858-5, 12 Euro

Abdruckerlaubnisse, Rezensionsexemplare, Bestellungen bitte per Mail.
Für Initiativen und alle mit unsicherem Aufenthaltsstatus gibt es extra Konditionen.
Hintergrundinformationen, Anfragen für Veranstaltungen, Lesungen, Filmaufführungen zu den Thematiken abgeschobene Roma in Serbien, Kosovo, Mazedonien per Mail bei:
doku@koop-bremen.de / mail@roma-center.de

2015-10-15 02_29_49-Program Manager

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