Unterschreiben: Sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Ametovic und ihren Kindern nach Freiburg!

26/01/2015 21:50 0 Kommentar
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Familie Ametovic

ein Appell an euch ALLE!
Wir brauchen in relativ kurzer Zeit sehr viele Unterschriften,damit wir den Druck auf das GRÜN-SPD regierte Baden-Württemberg (Innenministerium) erhöhen können.Unser klares Ziel ist, dass
Frau Ametovic und ihre kleinen Kinder wieder in die BRD einreisen können.
Bitte gebt den Link weiter, setzt die Informationen auf eure hompage, verbreitet die Nachricht über
Twitter und Facebook.

 


Unterstützt die Petition für ein sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Sadbera Ametovic und ihren Kindern nach Freiburg! Aktuelles gibt es hier.

An das
Innenministerium Baden-Württemberg
Willy-Brandt-Straße 41
70173 Stuttgart

Sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Sadbera Ametovic und ihren Kindern nach Freiburg!

Sehr geehrter Herr Innenminister Reinhold Gall,

am 20. Januar 2015 wurden Frau Sadbera Ametovic und ihre Kinder Dejan 11 Jahre, Stiven 7 J., Andrijan 5 J., Ervin 4 J., Valerjia 3J. Und Martin 1.J in einer Sammelabschiebung mitten im Winter um 6 Uhr früh von Freiburg nach Nis/Serbien abgeschoben. Frau Ametovic ist krank und leidet unter Schwächeanfällen. Zuletzt war sie im Oktober 2014 in Freiburg im Krankenhaus und müsste langfristig stationär behandelt werden. Bereits im Oktober 2013 befand sich Frau Ametovic wegen der Frühgeburt ihres Kindes Martin in der Uniklinik. Martin lag vier Monate in der Uniklinik. 
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie wurde eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt begann die Sozialpädagogische Familienhilfe durch das Jugendhilfswerk Freiburg e.V.. In den ersten Monaten bezog sich der Einsatz darauf, dass die elementare Grundversorgung für die Kinder sichergestellt werden musste. Im Rahmen der staatlichen Unterstützung wurden die gravierenden Fehlentwicklungen der Kinder deutlich, die auch auf die prekären Lebensverhältnisse und die anregungsarme Umgebung im Elendsviertel von Nis zurückzuführen sind. Das Leben war geprägt von Hunger, Unterernährung und Verwahrlosung. In Freiburg konnten die Kinder durch eine breite Unterstützung und durch vielfältigen komplementären Hilfen für die einzelnen Kinder stabilisiert werden. Frau Ametovic hat sich intensiv für das Wohlergehen ihrer Kinder eingesetzt. Nun sind die Hilfen entfallen und die Kinder sowie Frau Ametovic sind menschenunwürdigen Lebensbedingungen ausgesetzt. Nach aktuellen Informationen von Frau Ametovic aus Nis haben sie und die Kinder weder eine zumutbare Unterkunft, noch ein Bett für die Nacht.

Wir fordern:
Sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Sadbera Ametovic und deren Kinder nach Freiburg!

Begründung:
Frau Ametovic und ihre sechs Kinder wurden am 20. Januar 2015 nach Belgrad abgeschoben. In Belgrad angekommen waren sie mit ihr ihrem wenigen Hab und Gut auf sich alleine gestellt. Nur durch die Hilfe eines Verwandten in Belgrad konnten sie nach Nis weiterfahren. Frau Ametovic erklärt in einem Video: ‘Die Kinder hatten die ganze Zeit nichts gegessen und hatten Hunger. Sie haben uns ohne Geld, ohne Lebensmittel mit dem Flugzeug hergeschickt.’ 21 Stunden, von 6 Uhr morgens bis am nächsten Tag um 3 Uhr waren sie unterwegs. In Nis angekommen fanden sie eine menschenunwürdige Behausung vor. Offenes Dach, der Regen tropft durch das Dach, läuft die Wände herunter, Schimmel und Feuchtigkeit überall. Ein zweites Video zeigt diese Behausung in der  Frau Ametovic und die Kinder leben sollen. Sie erklärt, dass sie kein Wasseranschluss hat, keine Toiletten, kein Bad wo sich die Kinder waschen können. Die irregulär gebaute Behausung befindet sich in  dem Elendsviertel Crena Zvezda in Nis. Derzeit leben sie bei ihrem Opa. 9 Menschen auf 9qm. Die Kinder müssen am Boden schlafen. Alle Kinder sind mittlerweile krank.

Mittlerweile wurde Martin (das Baby) vom Amt für medizinische Nothilfe (Zavod za hitnu pomoc) in Nis von Frau Dr. Jelena Moskovljevic untersucht und zur stationären Behandlung überwiesen. Frau Ametovic befindet sich mit Martin im Krankenhaus. 15€ pro Tag für das Krankenhaus müssen nun bezahlt werden. Geld, das Frau Ametovic nicht hat.
Das Leben und die Gesundheit von Frau Ametovic und ihren Kindern ist durch die vorhandenen Umstände sehr bedroht. Deshalb fordern wir das sofortige Wiedereinreiserecht für Frau Ametovic und ihre Kinder







Presseinformation des Komitees für Grundrechte und Demokratie

Abschiebung nicht nur dramatischer Einzelfall, sondern Dammbruch für eine Abschiebewelle?

http://www.grundrechtekomitee.de/node/674

Im Rahmen einer Sammelabschiebung wurde am 20.1.2015 Frau Ametovic mit ihren sechs schwer erkrankten Kindern nach Serbien (Nis) abgeschoben. Jetzt werden die Konsequenzen des Gesetzes über sichere Herkunftsstaaten in drastischer Weise deutlich.

Mitten im Winter ist diese Mutter mit sechs kranken Kindern – trotz zahlreicher Proteste von Flüchtlingsinitiativen und in voller Kenntnis der Fallproblematik – abgeschoben worden. Die Familie lebt nun unter unerträglichen Bedingungen in einer informellen Roma Siedlung, ohne Heizung und sanitäre Anlagen, eines der Kinder musste bereits in ein Krankenhaus eingewiesen werden, die Betreuung der anderen Kinder ist nicht sichergestellt.

Wir fordern zur Unterstützung der Petition für eine sofortige Wiedereinreise der Familie auf:

www.openpetition.de/petition/online/sofortiges-wiedereinreise-und-rueckkehrrecht-von-frau-ametovic-und-ihren-kindern-nach-freiburg

Verantwortlich für diese aus unserer Sicht gnadenlose Abschiebung ist das Innenministerium Baden-Württemberg, eines Bundeslandes, das eine humanitäre Flüchtlingspolitik für sich beansprucht.

Der Fall der Familie Ametovic ist nicht „nur“ ein dramatischer Einzelfall. Er steht auch exemplarisch für eine Politik, die Roma aus den Westbalkanstaaten den Status schutzbedürftiger Flüchtlinge verweigert. Er könnte der Beginn einer Abschiebewelle sein, die tausende Roma aus Deutschland betrifft.

Kurz vor der Zustimmung zum Gesetz über sichere Herkunftsstaaten im September 2014 durch den Bundesrat, hatten wir vor einer Politik gewarnt, die Verständnis für Ängste und Feindseligkeiten in der Bevölkerung signalisiert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière meinte schon damals, es ginge vor allem darum, „das Instrument der Abschiebung wieder praktikabel“ zu machen. Über Flüchtlinge aus den Westbalkanstaaten behauptete er kurzerhand, sie benötigten keinen Schutz und „belasteten“ das Asylsystem. (http://www.grundrechtekomitee.de/node/656)

Im Bundestag war zuvor versucht worden, „gute“ Flüchtlinge (aus Syrien) gegen „schlechte“ Flüchtlinge (Roma aus Westbalkanländern) auszuspielen. Bundesinnenminister de Maizière meinte, um die „großen Aufnahmebereitschaft“ für die „wirklich Schutzbedürftigen“ zu erhalten, sei die Gesetzesverschärfung erforderlich.

Menschenrechte gelten jedoch für alle und nicht nach regierungsamtlich produzierten Vorurteilen.

gez. Prof. Dr. Albert Scherr

Weitere Informationen: http://www.freiburger-forum.net/2015/01/aktuelles-zu-fam-ametovic/









21. Januar | 18 Uhr | Rathausplatz | Kundgebung gegen Abschiebungen Es wurden 140 Personen nach Serbien und Mazedonien abgeschoben, darunter eine alleinerziehende Mutter mit ihren sechs Kindern aus Freiburg.

Nach Abschiebung in Freiburg: Kritik an und von den Grünen

Der politische Streit um die Abschiebung einer Familie mit sechs Kindern von Freiburg nach Serbien spitzt sich weiter zu. Derweil sprengten Demonstranten den Neujahrsempfang der Freiburger Grünen.

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