Von Hamburg in die Roma-Slums: Geschichte einer Abschiebung

12/12/2018 21:15 0 Kommentar

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Zwei Journalist*innen des online channels strg_f sind nach Montenegro geflogen um die abgeschobene Familie zu besuchen.

by @New Hamburg

Es ist nun einen Monat her, dass eine Familie nach über 10 Jahren im Stadtteil über Nacht aus ihrem Leben gerissen und abgeschoben wurde – in ein Land, das zwei der abgeschobenen Personen nie zuvor gesehen haben. Dank eurer Unterstützung ist die Familie inzwischen in einem kleinen Zimmer in Podgorica untergekommen – und kämpft nun in Montenegro gegen die bürokratischen Mühlen: Von der Behörde wurde ihnen zuersten mitgeteil, die beiden jungen Erwachsenen seien keine montenigrinischen Staatsbürger.

Wir hatten uns im Anschluss an die Abschiebung mit unseren Fragen an die Behörden und Polizei gewandt – und bis heute keine Antworten erhalten. Aber wir geben nicht auf! Unsere Fragen bleiben offen:

*Wieso wurden keinem Familienmitglied oder anwesender Freund*innen der Zugang zur Wohnung gestattet?
*Wie und durch wen wurde die richterlich angeordnete ärztliche Betreuung sichergestellt und in welcher Form gestaltet sich das ärztliche Protokoll?
*Wie rechtfertigen Sie die Abschiebung kranker Menschen in ein nachweislich für Roma und Romnja von Diskriminierung und Ausgrenzungen geprägtes Land?
*Wie kann der Sohn einer schwedischen Staatsbürgerin, der sich nie in seinem Leben in Montenegro aufgehalten hat, in eben dieses Land abgeschoben werden – noch dazu ohne eine sorgeberechtigte Person?
*Wie rechtfertigen Sie massive Polizeipräsenz und das gewaltvolle Auftreten von am Ende bis zu 5 vollbesetzten Polizeiwägen für die Abschiebung von 5 Personen, darunter ein Minderjähriger?
*Wie kann eine in Hamburg geborene und die meiste Zeit ihres Lebens aufgewachsene junge Frau, also eine faktische Inländerin, in eine Land abgeschoben werden, in dem sie noch nie auch nur eine Stunde verbracht hat?
*Auf welcher rechtlichen Grundlage stellt die Bundesrepublik Deutschland Reisedokumente mit offenbar falchen Angaben über die Staatsangehörigkeit betroffener Personen aus?

Da die beiden Eltern krank sind, werden sie in naher Zukunft keine Arbeit aufnehmen können, die alle 5 Personen unterhalten kann. Ihr könnte die Familie auch weiter unterstützen – wir leiten alle Spenden direkt weiter!

BITTE SPENDET UNTER DEM VERWENDUNGSZWECK -“Veddel-Familie Adzovic” auf das Konto des Kirchenkreis-Ost bei der Ev. Bank eG
IBAN: DE50520604103106446027
BIC: GENODEF1EK1

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