Was hat das Bistum für die Geflüchteten aus dem Dom getan?

08/08/2016 04:15 0 Kommentar

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Was hat das Bistum für die Geflüchteten aus dem Dom getan?

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Nachdem die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt wurden, werden Asylbewerber_innen, viele von ihnen Roma, als Antragsteller_innen zweiter Klasse be-handelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100% abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern (Ingolstadt & Bamberg) untergebracht, gefangen in ver-schärfter Residenzpflicht. Die Lager sind ausgerichtet auf schnelle Abschiebung.

Die Abgeschobenen erwartet in Kosovo oder Serbien keine Perspektive auf Leben, allen-falls auf ein Überleben jenseits von Humanität. Initiativen wie WHO und AMNESTY be-richten, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Roma auf dem Balkan deutlich geringer ist, als die von anderen Bürger_innen dort und anderen Europäer_innen. Dies liegt nicht nur an
der Armut, die sie selbst nicht wählen, in die sie aber getrieben werden. Sondern auch da-ran, dass das Töten von Roma (oft durch die Polizei selbst) gesellschaftlich und politisch toleriert ist. Es werden Menschen, geflohen aus Jugoslawien, jetzt in Länder abgeschoben, die damals noch gar nicht existierten – nach der Abschiebung wird ihnen keine staatliche Zugehörigkeit zugestanden, von Niemandem!
Nicht ohne Grund versuchen viele Menschen dieser Situation durch Migration zu ent-kommen – sie flüchten vor dem Tod.

In der Biebel steht:
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Matthäus 7:7

Das Bistum Regensburg hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Es gibt der deutschen Polizei damit grünes Licht, sie in die Lager zurückzubringen, die laut der Regie-rung Oberfranken selbst, dazu da sind, Menschen vom Balkan zu „konzentrieren“. Es gibt damit der deutschen Polizei Zugriff, sie in Abschiebehaft zu nehmen und sie in den Tod abzuschieben.
Doch die letzten Tage wurden die Geflüchteten zunächst mürbe gemacht: Wer versucht ihnen Essen und Trinken zu bringen wird auf Order des Bistums vom Sicherheitsdienst daran gehindert. Den Erwachsenen wird der Zugang zu den Duschen verboten. Das Bistum agiert mit der selben Taktik des Staates. Dieser zwingt zur „freiwilligen“ Ausreise, jenes dazu, dass sie „freiwillig“ aufgeben öffentlich – an uns alle – die Forderung nach Mensch-lichkeit zu stellen.
Das Bistum ließ die Türen zum Pfarrheim entfernen, sie, die Schutzsuchenden, stehen bald ohne jeden Schutz – ohne Schutz vor Schlimmerem als vor der Kälte der Nacht – da.

Michael Fuchs schreibt:
„kein Kirchenasyl, sondern Hilfe zur Rückkehr.“

Übersetzt heißt das: Hilfe zur Abschiebung.

Die Menschen aus dem Pfarrheim fordern, dass sie dieses eigenständig ohne Polizeieinsatz verlassen können und ein dauerhaftes Bleiberecht!
Alle bleiben!
Mehr Infos:
https://nodeportation.net/ http://www.alle-bleiben.info/

 

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!UNTERSCHREIBT DIE PETITION!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
https://www.change.org/p/bistum-regensburg-bleiberecht-protest-der-gefl%C3%BCchteten-in-regensburg-dombesetzung-pfarrheim?recruiter=41558458&utm_source=share_for_starters&utm_medium=copyLink

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